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Die seit 50 Jahren familiengeführte WOLL Maschinenbau GmbH entwickelt, fertigt und liefert weltweit Sondermaschinen, Montagelinien und Produktionsanlagen in höchster Präzision und Termintreue. Sonderlösungen in den Bereichen Montageautomation und Prozesstechnik sind die Kernkompetenzen. Fa. Woll erstellt maßgeschneiderte innovative Konzepte und setzt diese in erstklassigen, hocheffektiven Produkten um. Woll hat sich über die Jahrzehnte auf die Bereiche Medizintechnik, Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie, Automotive und Elektroindustrie spezialisiert.

Lösungsanbieter
Kompetenzzentrum Saarbrücken

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Saarbrücken ist Ihr Partner bei allen Fragen zum wirtschaftlichen Einsatz von Digitalisierungs- sowie Industrie 4.0-Technologien in Ihrem Unternehmen. Dabei unterstützen wir insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem bedarfsgerechten Angebot auf dem Weg der Digitalisierung.

 

Projektablauf

Für die Durchführung des Projekts wurden zusammen mit den Mitarbeiter:innen der Fa. Woll Maschinenbau und den Expert:innen des Kompetenzzentrums Saarbrücken mehrere Konzepte zur Umsetzung eines KI-gestützten Expertensystems entwickelt und gegeneinander bewertet. Nachdem das passende Konzept entwickelt war, begleitete das Kompetenzzentrum die Fa. Woll Maschinenbau bei der Entwicklung eines ersten Prototypen des Expertensystems.

Projektstatus

Planungsphase 100%
Durchführungsphase 100%
Abschlussphase 75%

Projektdauer: 1 Jahr

EINGESETZTE TECHNOLOGIEN

  • Wissensmanagement

    Wissensmanagement beschäftigt sich mit dem Erwerb, der Entwicklung, dem Transfer, der Speicherung sowie der Nutzung von Wissen. In Wissensmanagementsystemen, auch Knowledge Management Systeme genannt, werden personelle, organisatorische und infrastrukturelle Rahmenbedingungen für Wissensprozesse systematisiert, festgelegt und idealerweise in das allgemeine Management integriert.

  • Datenbanksystem

    Das wesentliche Ziel eines Datenbanksystems ist die effiziente, widerspruchsfreie und dauerhafte Speicherung von großen Datenmengen. Ein solches System besteht aus zwei Teilen, dem Datenbankmanagementsystem (DBMS) zur Unterstützung der computergestützten Datenverarbeitung und der Datenbank (DB) selbst, welche die zu verwaltenden Daten enthält.

    Datenbanksystem

VORGEHEN

  • Herausforderung

    Welches Problem sollte gelöst werden?

    Viele Unternehmen, insbesondere aus dem Bereich des Sondermaschinenbaus, sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Bauteile und produziertes Material zu kennzeichnen. Die verwendete Technologie zur industriellen Kennzeichnung (bspw. Gravieren, Lasern, Stempeln, elektrochemisches Ätzen etc.) von Bauteilen und Material kann sich dabei stark voneinander unterscheiden und ist oftmals von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Es gilt sowohl funktionale, gesetzliche und kundenindividuelle Anforderungen zu erfüllen als auch wirtschaftliche Kriterien zu beachten. Der Auswahlprozess der richtigen Kennzeichnungstechnologie erfordert großes Expert:innenwissen sowie langjährige Erfahrung. Das notwenige Wissen ist in Unternehmen meist gar nicht oder wenig transparent dokumentiert und liegt in den Köpfen einzelner, erfahrener Mitarbeiter:innen. Scheidet diese:r erfahrene Mitarbeiter:in aus, ohne eine vorangegangene Wissensweitergabe, verliert das Unternehmen diese Kompetenz. An diesem Punkt stellt das Expert:innensystem eine Lösung dar. Es bietet sich an, das verteilte Wissen in definierten Regeln gebündelt festzuhalten und unterstützt Nicht-Expert:innen bei der Auswahl der geeigneten Kenn­zeichnungstechnologie. Gemeinsam mit der Firma WOLL Maschinenbau GmbH wurde ein solches KI-basiertes Expertensystem zur Kennzeichnung von Materialien entwickelt.

  • Analyse

    Welche Informationen wurden betrachtet?

    Durch eine umfangreiche Ist-Analyse (Interviews, Workshops und Prozessanalysen mittels BPMN2.0) wurden Anforderungen an das Expert:innensystem, bezüglich Wartbarkeit, Funktionsumfang und tech­nischen Systemeigenschaften formuliert.

    Analyse

  • Konzept

    Wie wurde das Problem angegangen?

    Die Anwendung des Expert:innensystems findet in der Entwicklung und Konstruktion durch den:die Ingeni­eur:in statt. Das Expert:innensystem bezieht die Informationen zum Vorausfüllen der Dialogkomponente ggf. aus historischen Kennzeichnungsdaten zu einem ähnlichen Bauteil aus der Bauteilsuche oder durch manuelle Eingabe von projektspezifischen Informa­tionen (Wünsche der Kundinnen und Kunden, Werkstoff, Produkt für den Export etc.). Nachdem der:die Konstrukteur:in mit den Eingaben abgeschlossen hat, kann er:sie die Kennzeich­nungsermittlung starten und erhält in kürzester Zeit die richtige Kennzeichnungsvariante als Ergebnis. Durch die Funktion „Erklärkomponente“ kann sich der:die Konstrukteur:in, die vom Expert:innensystem ange­wendeten Regeln anzeigen lassen, ehe er:sie die Frei­gabe zur Übernahme der Kennzeichnung macht. In diesem Fall werden die Eingabeparameter zusam­men mit der ausgewählten Kennzeichnungsvariante in das Zeichnungsfeld der technischen Zeichnung übernommen. Mit der vorliegenden Information wird anschließend die Kennzeichnung von dem:der Mitarbeiter:in mit der vorgegebenen Technologie in der Produktion umgesetzt.

  • Validierung

    Wie wurde das Konzept abgesichert?

    In jeder Entwicklungsphase wurden sowohl mit den Anwender:innen als auch mit den Entwickler:innen die Zwischenergebnisse diskutiert und weitere Opti­mierungspotenziale abgeleitet. So konnten die Anwender:innen in den Entwicklungsprozess integriert und das System auf deren Bedürfnisse hin entwi­ckelt werden. Ziel war es, mögliche Barrieren bei der Systemnutzung abzubauen und die Akzeptanz bei den Mitarbeiter:innen für die Nutzung des Systems zu steigern.

    Validierung

  • Ergebnis

    Welche Lösungen wurden erzielt?

    Durch die Teamarbeit der Mitarbeiter:innen der Firma WOLL und den Expert:innen des Kompetenzzentrums Saarbrücken konnte ein KI-basiertes Expert:innensystem zur industriellen Kennzeichnung erfolgreich eingeführt werden. Das strukturierte Vorgehen und die detaillierte Analyse haben dazu geführt, dass bei WOLL Maschinenbau das Wissen nun gebündelt ist und in Zukunft jedem zur Verfügung steht. Scheiden erfahrene Mitarbeiter:innen aus, können andere die Auf­gabe der Materialkennzeichnung problemlos über­nehmen. Außerdem kann so dem in der Branche herrschenden Fachkräftemangel begegnet werden.

ERFOLGSFAKTOREN

Evolutionäre Prototypenentwicklung

Einbindung Anwender:innen bei der Entwicklung

Vorhandene Daten als Datenbasis

Sie wollen mit dem Kompetenzzentrum Saarbrücken in Kontakt treten? Haben Sie Fragen rund um die angewendeten Technologien? Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner.

Dirk Burkhard

Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Saarbrücken

Telefon: +49 (681) 85787-350
E-Mail: d.burkhard@komzetsaar.de
Webseite: www.komzetsaar.de